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Luftnummer

Trotz exzellenter Ausstattung kommt Aviator nicht als großes Kino daher. Scorseses Filmbiographie des Regisseurs, Flugpioniers und Visionärs Howard Hughes vermitteln in Bild und Ton einen glaubhaften Eindruck der 20er bis 40er Jahre, aber Leonardo “Zeig-mir-die-Blaupausen” DiCaprio wirkt in Schlüsselszenen angespannt, gerade als ob er nach Bestätigung verlangt.

Der Film hat trotz geballten Inhalts Längen und wirkt stellenweise verstörend. Hughes’ Paranoia kommt plötzlich und unerwartet und geht ebenso schnell wieder. Szenen, in denen ein bärtiger, ungeplegter Mann nackt durchs Zimmer hüpft und in Milchflaschen uriniert, erinnern unfreiwillig an Chuck Nolands Insel-Abenteuer und zerstören leider das Gesamtbild des Films.

Cate Blanchett dagegen überzeugt als Katharine Hepburn, ebenso Alec Baldwin als Chef von Pan American Airways.

Der Film ist ein interessanter Einblick in die Welt des Perfektionisten Howard Hughes, der seiner Zeit immer einen Schritt voraus war. Nur leider wird der Hauptdarsteller seiner Rolle nur bedingt gerecht. Das ist schade, gerade weil DiCaprio bereits wesentlich überzeugender als Arnie Grape oder Frank Abagnale Jr. wirkte.

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