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Wir hatten doch nichts!

Oder: Kommunikation im Wandel der Zeit. Acht Jahre ist es nun her, dass ich für ein Jahr nach Amerika ging. Und damals kam ich mir unglaublich fortschrittlich vor, als ich meine erste eigene E-Mail-Adresse hatte. Seitdem hat sich eine Menge getan in Sachen Kommunikation.

Zum einen haben sich die Telefongebühren nach Übersee (oder auch nach Schweden) dank Call-by-call drastisch reduziert: Wo man früher bis zu 72 Pfennig pro Minute für Telefonate in die USA gezahlt und sich damit auf eins pro Woche beschränken musste, telefoniert man heute meist für einen Cent.

Als ich im September 1998 mein erstes eigenes Postfach bekam (für Neugierige: AndreInVA [at] aol.com), hatten in Good ol’ Germany gerade mal meine Eltern eins — alle anderen hatten meist nur sporadischen Zugang zum Netz. Heute kommuniziere ich fast ausschließlich auf diesem Wege und bekomme etwa 4000 relevante Mails pro Jahr, Tendenz steigend.

Auch wenn sich zehn Monate USA schlecht mit fünf Monaten Schweden vergleichen lassen: Man fühlt sich um einiges näher an Zuhause. Ob das nun daran liegt, dass ich

  • Fotos von heimischen Anlässen wahrscheinlich schneller zu Gesicht bekomme als bisher normale Abzüge
  • mit Skype (fast) jeden kostenlos anrufen kann
  • die seriöseste Nachrichtensendung Deutschlands mit kleiner Verzögerung online sehen kann, oder
  • mittlerweile eine eigene Website mit Kommentarfunktion betreibe,

dazu mag sich jeder selbst seinen Teil denken.

Und wenn wir vor acht Jahren noch in der (wie es jetzt scheint) Kommunikations-Steinzeit lebten, wo sind wir 2014? (Siehe dazu auch Was hätte ein Webdesigner vor 100 Jahren gemacht?)

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