≡ Menu

Ode ans Mausrad

Nach der Rückkehr aus Schweden wartete nun viel Zeit auf mich, so dass ich mir einen neuen Arbeitgeber gesucht habe. Das ging dank privater Kontakte auch blitzschnell (und geht hoffentlich auch gut, denn Privates und Geschäftliches soll man ja bekanntlich eher trennen). Möglich, dass die Mitarbeit an so umfangreichen Softwareprojekten die hiesigen Inhalte beeinflusst. Hier soll es aber zunächst nicht um Software, sondern um Hardware gehen.

Bei meinem früheren Arbeitgeber war ich unter anderem für die IT zuständig, wurde also gerufen, wenn etwas nicht funktionierte. Jetzt ist das anders: Ich rufe. Die Einrichtung meines Arbeitsplatzes am ersten Tag ging relativ schnell, nur habe ich leider eine Maus ohne Rad bekommen.

Wer so etwas in letzter Zeit benutzt hat, wird gemerkt haben, dass man sich an das Rad vielleicht nicht nur gewöhnt hat, sondern es tatsächlich braucht. Wie aber kommt das? Warum empfindet man diese scheinbare Zusatzfunktion als so wichtig? Weil die Benutzung so einfach ist und noch nie da gewesenen Mehrwert bietet! Mein Kollege im Büro fasste das sehr treffend zusammen, als ich endlich eine andere Maus bekam: Ich muss die Augen nicht vom Text nehmen, um zu scrollen.

Und erst da fiel mir erst auf, wie unnatürlich die Benutzung von Scrollbalken ist: Beim Lesen erfahren aus dem Kontext, dass es weitergehen muss und suchen irgendwo rechts unten eine kleinen Pfeil, auf den wir mit der Maus klicken. Dabei wandern unsere Augen meist immer zwischen Text und Pfeil hin und her, um nicht zu weit zu scrollen. Mit dem Mausrad können die Augen selbst dann auf dem Text bleiben, wenn wir im Text wieder nach oben wollen.

Diese Erfahrung bringt mich zu dem Schluss, dass das Mausrad meine persönliche Hardware-Innovation der 90er Jahre sein muss. (Wenn jemand den Drang verspürt, meine Nase auf andere, wichtigere Erfindungen zu stoßen, nur zu!) Auf jeden Fall ein Dankeschön an Microsoft, die diese Technologie mit der IntelliMouse massentauglich gemacht gemacht haben!

Comments on this entry are closed.

  • anne 14. Februar 2007, 09:28

    das geht mir hier ganz genauso. Ich komme relativ gut mit dem Trackpoint an meinem Laptop zurecht, nur für längeres Arbeiten nehme ich schon lieber eine Maus. Ich wollte mir aber keine mitnehmen, weil ich sowieso schon so viel Gepäck hatte.

    Auf die Frage, ob ich eine Maus bräuchte, hab ich sofort mit “wenn du eine mit Rad hast, ja” geantwortet…

  • Martin 14. Februar 2007, 10:26

    Ok, eine Info fehlt mir noch… Wo hast du denn nun deinen neuen Arbeitsplatz aufgeschlagen?

    Aber ein Mausrad ist definitv eine coole Sache. Und ich moechte diese nicht mehr missen – neben dem zwei Finger scrollen auf meinem MacBook. :)

  • anne 14. Februar 2007, 10:34

    Oh, sorry.

    Ich bestreite gerade einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt in einem kleinen Dorf auf Spitzbergen. Ich soll hier ein paar Messungen für meine Diplomarbeit machen…

  • Martin 14. Februar 2007, 10:39

    Lustig, eigentlihc meinte ich zwar Andre, aber Spitzbergen, wow.. schick hab die Fotos gesehn. Ganz schoen dunkel da :)

  • SCHAPPY 15. Februar 2007, 00:56

    Dunkel? Winter in Spitzbergen länger als bei uns, oder? Nördliche Hemisphäre, aber das ist allen bekannt. Wo gibt es die besagten Dunkelbilder?

  • André 16. Februar 2007, 09:04

    Schappy: Die Bilder gibt’s auf Annes Seite.

    Aber wir sind vom eigentlichen Thema abgekommen: Ich bin bei der IVU Traffic Technologies als Entwickler untergekommen und kämpfe gerade mit C++-Code, der mitunter 10 Jahre alt ist. Mehr dazu gibt’s vielleicht mal in einem dedizierten Artikel.

  • hirschgarten 17. Februar 2007, 02:05

    “Hardware-Innovation der 90er Jahre”, denn “ich muss die Augen nicht vom Text nehmen, um zu scrollen.”

    Hm.

    Warum scrollst du nicht einfach mit den cursor-Tasten?

    :-)