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Klappentexte, Teil I

Zum Jahreswechsel hatte ich mir vorgenommen, mehr Belletristik zu lesen. Das kam daher, dass ich mich vor allem in Schweden auf Fachbücher gestürzt habe, und insgesamt meine Lust auf Bücher über die letzten Jahre nachgelassen hat. Also habe ich mir das konkrete Ziel gesetzt, pro Monat ein Buch zu lesen. Bisher liege ich gut im Plan, und ich möchte die Gelegenheit nicht missen, meine Lektüre hier regelmäßig vorzustellen.

I, Robot von Isaac Asimov
Diesen Klassiker der Science-Fiction hatte ich in einem Laden in Stockholm entdeckt. Der Deckel zeigte natürlich Will Smith, über ihm Now a major motion picture, unten drunter der Slogan des Kinofilms One man saw it coming. Wie sich herausstellen sollte, war das natürlich Dummenfang, weil der Film nur von diesem Buch inspiriert wurde. Ich habe den Film nicht gesehen, wusste aber, worum es ging. Die Handlungen haben rein gar nichts miteinander zu tun. Bei der dritten Kurzgeschichte hatte ich das langsam durchschaut und hörte auf, mir Sorgen um die Abwesenheit des männlichen Protagonisten zu machen. Letztlich ist das Buch eine Sammlung von Kurzgeschichten, die chronologisch den Technologie-Fortschritt in der Robotik zu erzählen versucht. Die Geschichten sind im Rahmen eines Interviews miteinander verknüpft. Wenn man seine falschen Erwartungen beiseite legt, ist es durchaus lesenswert.
Fahrenheit 451 von Ray Bradbury
Eine erschreckende Utopie: Irgendwann in der Zukunft werden die Häuser feuerfest sein und die Feuerwehr wird Bücher verbrennen. Im Großen und Ganzen gilt die Zufriedenheit der Bürger als höchtes Gut der Gesellschaft; Fantasie und Nachdenken macht die Menschen schließlich nur melancholisch. Die Parallelen zu Orwells 1984, der denkfreien und gleichgültigen Massengesellschaft, sind unübersehbar. Das Faszinierendste ist allerdings die Rolle des Fernsehens als Denk- und Familienersatz — Big Brother, Doku- und Daily-Soaps lassen grüßen. Das Buch ist unbequem und daher keine leichte Kost
Digital Fortress (dt. Ausgabe: Diabolus) von Dan Brown
Das Erstlingswerk des Autors von Illuminati und Sakrileg ist ein sehr spannender High-Tech-Thriller mit aktuellem Thema: Datensicherheit und Datenschutz in der digitalen Welt. Interessanterweise werden die beiden höchst gegensätzlichen Seiten durch verschiedene Figuren und Gruppierungen verkörpert: Auf der einen Seite die NSA mit der Befugnis, den Staat mit allen Mitteln zu schützen — der Verlust der Privatsphäre wird dabei in Kauf genommen. Auf der anderen Seite die EFF mit der Forderung nach dem Recht auf Briefgeheimnis und der Bekämpfung des Überwachungsstaates. Leider flacht der politische Aspekt zum Ende hin immer mehr ab, was darauf schließen lässt, dass Dan Brown vor einem abschließen Urteil oder Fazit zurückschreckt.

Die nächsten drei Bücher werde ich hoffentlich im Juni vorstellen können.

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  • Sebastian 26. April 2007, 09:36

    WOW jeden Monat ein Buch (beneidenswert) ich bin froh wenn ich das mal in 2-3 Monaten schaffe…

    aber streng dich mal an, dann überholst du diana :)

    http://www.dianasdomain.de/?goto=buecher&lang=

    gruß

    Sebastian

  • Perk 21. Juni 2007, 15:08

    Hey André Du alte Reselatte, schon lange keinen neuen Buchvorschlag mehr von Dir gehört! Kannst Du Dein Dir selbst gestelltes Ziel nicht mehr einhalten und verkriechst Dich lieber in Horror-, äh Fachliteratur “Der Systemadministrator 3¾”!? Für was leichtes und zugleich interessantes zwischendurch könnte ich “Ich bin dann mal weg” von Hape K. empfehlen. Allerdings – Null Fantasy. ;-I