≡ Menu

Massentourismus auf dem Feldberg

Nach eingehender Prüfung des Wetterberichts machten wir uns kurzentschlossen auf zum Feldberg, dem höchsten Berg Baden-Württembergs (1493m). Zunächst brachte uns ein extrem voller Zug nach Bärental (wir dachten ja, alle würden in Titisee aussteigen, aber weit gefehlt). Dort stürmten 90% der Leute in einen bereitstehenden, auch überfüllten Bus, der zur Talstation der Feldbergbahn fuhr. Da wir aber zwei Tage vorher schon bewiesen hatten, dass wir keine Schattenparker sind, ging es auch diesmal per pedes los, zunächst in Richtung Feldsee, den wir jedoch links liegen ließen. Wir wollten ihn uns auf dem Rückweg anschauen.

Vorbei an der Baldenweger Hütte erklommen wir nach und nach jeden einzelnen der etwa 500 Höhenmeter auf dem Weg zum Feldberg. Wir trauten unseren Augen kaum, als wir ihn erblickten: der Feldberg ist komplett kahl, da er auch schon vor 1000 Jahren als Weidefläche genutzt wurde. Etwas anderes ließ uns regelrecht zurückschrecken: so viele Leute hatten wir bei den anderen wanderungen nie gesehen — der Feldberg scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein! Also nichts wie weg und einen kleinen Umweg genommen, der uns Linsensuppe mit Würstcheneinlage und selbstgebackenem Brot, aber leider auch ein verlorenes T-Shirt (Anje) in der St.-Wilhelmer-Hütte bescherte.

Foto: Blick von Feldberg auf Hütte

Weiter ging es über den Seebuck zum Bismarckdenkmal. Dort sparten wir 8,40 EUR, weil wir den Berg lieber zu Fuß hinuntergingen anstatt die Kabinenbahn zu nutzen. Mit einem eis als Aufmunterung wagten wir uns an den steilen Abstieg zum Feldsee und konnten nur mit den Köpfen schütteln angesichts des schlechten Schuhwerks vieler Leute.

Für die letzten vier Kilometer zogen wir unsere Rennpantoffeln an, um in Bärental nicht den Zug zu verpassen und eine Stunde warten zu müssen. Ziemlich erschöpft von den immerhin etwa 25 km kamen wir wieder ins Hotel.


Feldberg

Comments on this entry are closed.

  • Jörg 9. September 2007, 20:37

    nach und nach jeden Höhenmeter – wieviel Tage wart Ihr da unterwegs?

    Die St.-Wilhelmer-Hütte ist klasse. Die benutzen T-Shirts zum Anheizen des Backofens.

    Es gibt doch nur einen Kleinen Muck mit Rennpantoffeln.