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Die Welle

Wer hat das Buch nicht schon mal gelesen? In der Schule oder einfach aus Interesse. Das haben wir auch. Und nun wollten wir uns doch auch mal den (deutschen) Film dazu ansehen.

Der Lehrer Rainer Wenger (sehr überzeugend: Jürgen Vogel) befasst sich im Rahmen einer Projektwoche mit dem Thema Autokratie. Genervt von seinen missmutigen Schülern, die der festen Überzeugung sind, dass so etwas wie der Nationalsozialismus in Deutschland nicht noch einmal möglich sein würde, startet er ein Experiment, um das Gegenteil zu beweisen.

Es beginnt zunächst recht harmlos mit einer strengen Sitzordnung und strikten Regeln der Kommunikation im Unterricht. Doch schnell wird Wenger zum Führer der Schüler, die ihm getreu folgen. Die Schüler identifizieren sich immer mehr mit der Welle, wie sie ihre Bewegung nennen, und fangen an, Nichtmitglieder immer stärker auszugrenzen und als Minderwertige anzusehen.

Die Situation eskaliert bei einem Wasserballspiel, bei dem ein Spieler aus Wengers Mannschaft einen Gegner unter Wasser zerrt. Auch im Publikum kommt es zu Ausschreitungen, so dass das Spiel abgebrochen werden muss. So erkennt Wenger die Gefährlichkeit seines Experiments und bringt die Welle in einem fulminanten Showdown zu Ende.

Der Film ist wirklich sehr gut gemacht und vor allem mit Jürgen Vogel als Lehrer sehr gelungen besetzt. Das Thema ist nach wie vor spannend und hat von seiner Brisanz nichts verloren. Leider ist das Ende im Film sehr dramatisch inszeniert, so dass es mit dem eigentlichen Ende des wahren Experiments nichts gemein hat. Daher kommt es dem Zuschauer doch eher unglaubwürdig vor. Hier hätte man sich besser an das Ende des Buches halten sollen.

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