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Warum ich 23 und nicht Flickr nutze

Foto von Anne Bowerman (Lizenz: BY-NC-ND)

Fotos online zu veröffentlichen ist heutzutage kein Hexenwerk mehr. Anbieter gibt es genug. Und weil es mir nicht so sehr um das Vernetzen und den Austausch mit anderen geht, muss ich auch nicht drauf achten, bei welchem Anbieter die Leute sind, die ich kenne.

Ist Flickr die beste Wahl?

Das Filter-Debakel bei Flickr vor zwei Jahren hat mich daran zweifeln lassen, ob der Platzhirsch wirklich die beste Wahl ist. Dass sich ein Konzern wie Yahoo! mit meinen Bildern auch noch das gebührenfreie, nicht ausschließliche Recht, diese Inhalte (ganz oder teilweise) weltweit zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen und zu veröffentlichen (Quelle: Flickr Nutzungsbedingungen) herausnimmt, bestätigt dieses Unbehagen.

Solche EULAs sind mir sowieso suspekt. Immerhin sind Bilder was sehr Persönliches — wenn mir also ein Business-Kasper im Anzug daherkommt und rechtlich einwandfreien, aber unverständlichen Kauderwelsch redet, überlege ich mir zweimal, ob ich demjenigen meine Urlaubsfotos in die Hand drücke.

Es geht auch anders

23 Photo Sharing ist da anders. Die Nutzungsbedingungen passen auf eine Bildschirmseite und sind so formuliert, dass man sie auch ohne Jurastudium versteht. Das hat weniger was von knallharter Geschäftsbeziehung, sondern vielmehr etwas Freundschaftliches. Und passt damit perfekt zu Fotos.

Überzeugt hat mich 23 letztlich aber mit folgendem Abschnitt in den häufig gestellten Fragen:

There is—on a more general level—a strong trend on the internet to publish personal photos and diaries on weblogs and community-based websites. The boundary between personal, private and public is certainly not as clear as it was just a few years ago. Even though this trend [..] has many positive and empowering effects on people’s lives, perhaps even on society as a whole, it is also good advice for everyone to consider the implications before “going public” on the internet. Do you wish everyone to see the photos of you children, your friends having a party, or the house where you live? The answer to such questions is highly personal.

Wer das so auf den Punkt bringt, zeigt: Hier hat sich jemand mit dem Nutzer als Menschen auseinandergesetzt. Hier fühle ich mich und meine Fotos gut aufgehoben.

[Foto von Anne Bowerman, CC-Lizenz]

Comments on this entry are closed.

  • Henning 1. Dezember 2009, 22:19

    Sehr schön geschriebener & informativer Post.

  • Philipp 2. Dezember 2009, 17:04

    das war auch eins von mehreren Gründen warum ich zu 23 gegangen bin.

  • Flusskiesel 3. Dezember 2009, 09:54

    Ich habe mir sogar so eine Pro-Mitgliedschaft gegönnt – in erster Linie, weil ich die Jungs und Mädels da unterstützen wollte.

  • Sebastian 5. Dezember 2009, 18:41

    Mhhh ich bin ja eigentlich ein Flickr-Pro-User. Und sah bis jetzt auch keinen Grund davon abzuweichen. Aber auch einfach weil ich keine ebenbürtige Alternative gefunden habe. Aber 23 scheint eine gute Alternative sein. Und der Pro-Account ist billiger als bei Flickr :) UND ich bin leicht beeinflussbar :)
    Also im Mai 2011 endet meine Pro-Mitgliedschaft (ich weiß gar nicht warum das so lange ist) werd ich mich da mal umschauen.

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