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Der Vorleser

Es ist schon lange her, dass wir Bernhard Schlinks “Der Vorleser” in der Schule als Lektüre hatten. Nun haben wir uns also den Film angesehen. Es ist recht schwierig, den Inhalt wiederzugeben, ohne dabei zu viel zu verraten. Der 15-jährige Michael Berg lernt zufällig die 20 Jahre ältere Hanna Schmitz kennen und geht mit ihr eine Liebesbeziehung ein. Doch Hanna hält ihn auf Distanz und stellt klare Regeln für ihre Beziehung auf: so soll Michael ihr immer wieder verschiedene Bücher vorlesen. Nach einem Sommer verschwindet Hanna auf einmal spurlos und lässt einen verzweifelten Michael zurück.

Jahre später sieht Michael sie im Rahmen seines Jurastudiums wieder – während der Nürnberger Prozesse. Hanna ist als ehemalige Wärterin eines Außenlagers des Konzentrationslagers Auschwitz angeklagt. Im Laufe des Prozesses erkennt er Hannas Lebensgeheimnis und ringt mit sich, ob er es preisgeben soll. Er lässt es und so wird Hanna zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Doch vergessen kann Michael sie nicht und so nimmt er nach seiner Scheidung wieder Kontakt auf. Kurz vor Hannas Entlassung kommt es dann zu einer letzten Begegnung.

Der Film hat eine Rahmenhandlung, die 1995 spielt, und wird dann in Rückblenden erzählt. Dadurch wird die Spannung bis zum Schluss gehalten. Die Schauspieler sind durchweg gut ausgesucht – vor allem Kate Winslet verkörpert die distanzierte Hanna Schmitz in jedem Alter hervorragend. Unser Fazit: ein sehr guter, wenn auch bedrückender Film.

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