3 Dinge, die ich an “brand eins” mag

by André on 31. März 2010

Für mich als Technik-Interessierten ist Wirtschaft ja ziemlich langweilig. Es braucht schon einiges, mich für das Thema zu begeistern. Das Wirtschaftsmagazin brand eins schafft das. Was ist das Geheimnis?

Foto von Ausgaben

1. Schwerpunkt

Es ist schon erstaunlich, welche Vielfältigkeit man aus einem scheinbar sehr eingegrenzten Schwerpunktthema herauskitzeln kann — sei es Essen oder auch Kunst. Die Leitartikel der Chefredakteurin sind Ausgabe für Ausgabe solche, die den Namen auch tatsächlich verdienen: Seit leiten das Thema ein und setzen die Artikel in einen Zusammensetzung.

Jede Ausgabe macht dadurch den Eindruck, mit großer Sorgfalt zusammengestellt worden zu sein.

2. Nachhaltigkeit

Das Magazin erzählt Geschichten über Menschen. Ihre Verbindung zur Wirtschaft ist nicht immer offensichtlich, wie der Artikel Das Glücksdorf zeigt. Aber genau das ist ja gerade das Interessante: Es ist eben nicht immer nur der Vorstandsvorsitzende von RWE, sondern auch mal der Aushilfskellner, der ehrenamtlich einem Finanznetz für Mikrokredite vorsteht.

Die Infos sind in den seltensten Fällen kurzlebig — davon habe ich schließlich beruflich genug! Ich bin also nicht gezwungen, ein Heft möglichst bald zu lesen.

Alle Artikel sind außerdem im Online-Archiv verfügbar (auch als PDF zum Download). Die Redaktion führt Artikel sogar online weiter: Was wurde aus…?

3. Gestaltung

Schon das Cover setzt Maßstäbe in Sachen Blickfang und Minimalismus. Da gibt es kein Schema, in das gepresst wird. Und auch keine Schlagzeilen oder Anreißer. Bei Slanted heißt es dazu:

Herrlich, nach dem Lärm den andere Magazine veranstalten…

Das Schriftbild ist klar und kommt größtenteils mit einer Schriftart aus (soweit ich das als Laie erkennen kann). Auch die Kleinanzeigen am Ende sind so gestaltet. Ebenfalls sehenswert sind die Artikelfotos — häufig sind es gut ausgeleuchtete Porträts mit geringer Schärfentiefe und hoher Aussagekraft.

Fazit

Es ist eher die Ausnahme, dass ich eine Ausgabe nicht komplett lese. Die Geschichten regen zum Nachdenken an, und der sperrige Begriff Wirtschaft wird zu etwas Greifbarem, Verständlichen — und man lernt Zusammenhänge zu erkennen.

Ich habe sehr lange die c’t gelesen, weil sie neben der technischen Seite auch die gesellschaftlichen und politischen Seiten der IT beleuchtet. Mittlerweile ist ihr Wert für mich persönlich stark gesunken, weil ich die News sowieso online lese und vielleicht auch ein bisschen Zerstreuung will. Und nach wie vor stört mich bei Heise, noch nicht einmal als Abonnent Artikel online lesen zu können.

Die brand eins ist da anders. In jeder Hinsicht.

[Foto von der_Arthur, CC-Lizenz]

André Wendt arbeitet als Softwareentwickler in Berlin. Du solltest ihm auf Twitter oder Google+ folgen.

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Anje März 31, 2010 um 11:06

Ich kann André nur zustimmen. Selbst (oder gerade) als Wirtschaftsstudierte habe ich nicht immer Lust Artikel über Wirtschaft zu lesen. Aber auf Empfehlung einer Freundin hatte ich dann doch die brand eins “gestestet” und für lesenswert befunden. Sogar so sehr, dass wir uns jetzt für ein Abo entschieden haben!

Martin Probst März 31, 2010 um 15:29

Ich lese Brand Eins immer mal wieder ganz gerne, aber nach einiger Zeit geht es mir immer auf die Nerven. Das Problem ist der ständige Tonfall des “wir wissen alles viel besser”, wobei mit wir nicht nur die Zeitung sondern eine bestimmte Gruppe von Wirtschaftstreibenden gemeint ist, und der dauernde Zwang zu postulieren, es gäbe jetzt eine unglaubliche neue Betrachtungsweise eines Problems (oder ähnliches) auf die noch nie jemand gekommen sei. Das ist auf die Dauer irgendwie ermüdend.

Sebastian März 31, 2010 um 21:25

Jetzt habt ihr mich aber neugierig gemacht. Ich glaub ich muss mir mal ein Exemplar anschauen, wenn ich mal wieder bei euch bin.
Ich bin zwar WirtschaftsInformatiker aber mir geht es ähnlich wie André, Wirtschaft is mir nix.
Ich glaube auch, dass ich der einzige Winfo bin, der den Wirtschaftsbereich der Welt Kompakt überspringt.

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3 Dinge, die ich an “brand eins” mag — WendtsWelt

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