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Nachhaltigkeit in Unternehmen


Der Artikel “Die Wohlfühl-Utopie” in der aktuellen Ausgabe der brand eins (der Schwerpunkt der Ausgabe ist “Irrationalität” wohlgemerkt) veranlasste mich, mich einmal genauer mit dem Thema Nachhaltigkeit zu auseinander zu setzen. Schon das Eingangszitat von Joel Makower ließ mich nach einem herzlichen Lacher doch aufhorchen:

Corporate sustainability is like teenage sex. Everybody talks about it. Nobody really does it very much. And when they do they don’t do it very well.

Der Artikel macht deutlich, dass mittlerweile zwar fast alle Unternehmen von Nachhaltigkeit sprechen, dies aber meist nur eine Fassade mit wenig belegbaren Zahlen und Fakten ist. Das Wort “nachhaltig” wird inflationär gebraucht und nutzt sich damit immer weiter ab. Mal ganz ehrlich: man kann es einfach nicht mehr hören!

Und dabei ist Nachhaltigkeit ein so wichtiges Thema, vor allem im wirtschaftlichen Kontext! Vor fünf Jahren hatte ich den ersten “Kontakt” dazu während meines Studiums in den USA. In einem Kurs hatten wir uns damit beschäftigt, wie nachhaltig Unternehmen agieren. Und mussten feststellen, dass erst wenige Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte verfassen. Und diese waren eher gut gemeinte Versuche denn wirklich gelungene Werke.

Jetzt, Jahre später, hört man überall nur noch “green” und “nachhaltig”. Alles wird mit dieser Etikette versehen. Da stellt sich mir die Frage: macht mein Arbeitgeber das genauso??? Ist die allseits propagierte Nachhaltigkeit wirklich nur Show? Oder können sich andere Unternehmen eine Scheibe von der Deutschen Bahn abschneiden?

Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit. Allein für den entsprechenden Bericht 2009 gibt es einen sehr ausführlichen Internetauftritt. Aber auch auf allen anderen Internetseiten sind die Begriffe Nachhaltigkeit, Verantwortung, Umwelt etc. allseits präsent. Und gibt es harte Fakten? Jein…

Natürlich werden viele Worte gemacht und oftmals wenig gesagt. Besonders in den Bereichen Compliance (nach der Datenaffäre ein wichtiger Bereich) und Mitarbeiter sind die Aussagen eher vage und nicht von harten Fakten untermauert. Da besteht auf alle Fälle noch deutlicher Verbesserungsbedarf!

Aber es gibt einen Bereich, in dem macht die Deutsche Bahn so schnell keinem etwas vor: Umwelt. Auch wenn die Schiene per se der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist, ruht das Unternehmen sich nicht darauf aus. Im Gegenteil: mit dem “Energiesparprogramm 2005″ und dem “Klimaschutzprogramm 2020″ versucht die Bahn schon seit 1990 ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Mit Erfolg! Das kann ich nur begrüßen und sagen: weitermachen!

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