≡ Menu

Liberty und Ellis Island

Von langer Hand geplant, ging’s heute zur letzten großen Muss-Attraktion der Stadt: Der Freiheitsstatue und Ellis Island.

Da man auf Liberty Island ohne vorher gekauftes Ticket nicht mal in den Sockel der Statue reinkommt, hatten wir den Rat unseres Reiseführers befolgt und unseres im Vorfeld schon online gekauft. Und das war auch gut so — dazu gleich mehr.

Unser Ticket war jedenfalls für 12 Uhr ausgestellt und so blieb vorher noch Zeit für einen Abstecher zum South Seaport Historic District und der kleinen Einkaufsmeile am Pier 17.

Gegen halb 12 machten wir uns auf Richtung Ablegestelle, und dort wartete eine lange Schlange. Einen Großteil davon konnten wir aber dank unseres 12-Uhr-Tickets überspringen, die anderen hatten Tickets vor Ort und damit nicht für eine bestimmte Zeit gekauft!

Nach der Sicherheitskontrolle wurden wir noch auf dem Schiff auf die Sicherheitsausrüstung hingewiesen — mit dem augenzwinkernden Zusatz, dass man nicht erwarte, davon irgendwas benutzen zu müssen.

20110428-235737.jpg

Liberty Island und der Blick auf die Skyline waren erwartungsgemäß schnell abgegrast. Dass Anje darauf drängte, weiter nach Ellis Island zu kommen, stellte sich im Nachhinein als sehr gut heraus.

Ellis Island war von 1882 bis 1924 die zentrale Sammelstelle für 12 Millionen Einwanderer in die USA. Bis 1954 wurde die Insel noch zur Ausweisung genutzt, danach wurde die Station geschlossen und ist verfallen. Später wieder entdeckt, wurde sie restauriert und 1990 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das heute darauf befindliche Museum dokumentiert die Geschichte der Einwanderung und der Einwanderer, insbesondere ihre Reise nach New York, ihre Inspektion auf der Insel und ihre Schicksale — auch nach der Einwanderung.

Film und Audiotour geben einen guten Einblick. Die Ausstellung zeigt erschreckend ehrlich, wie spät man sich hier mit dem Thema auseinandergesetzt hat: Die meisten Interviews mit Einwanderern sind 1985 und damit mind. 60 Jahre nach der Einwanderung entstanden.

Insgesamt haben wir allein auf Ellis Island gut 3 Stunden verbracht. Wir hätten auch noch länger bleiben können, waren aber nicht mehr aufnahmefähig. Beeindruckend ist das Ganze aber allemal!

Zurück auf Manhattan sind wir am südlichen Ende durch den Battery Park und dann noch zu der Stelle, wo das World Trade Center mal stand. Mit einigem Erstaunen stellten wir fest, dass die ersten 30 (oder mehr) Stockwerke vom Freedom Tower, Nachfolger des WTC, schon stehen! Wie es aussieht, wird das Empire State Building also bald zum zweiten Mal den Titel des höchsten Gebäudes der Stadt abtreten müssen…

{ 3 comments }

Mehr als Manhattan

Wer „New York“ sagt, meint im Allgemeinen die Insel Manhattan. Kein Wunder: Nahezu alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten sind hier zu finden.

Aber New York ist eben doch mehr als nur Manhattan. Daher ging’s heute nach Brooklyn, mit 2,5 Millionen Menschen der größte Bezirk der Stadt. (Als eigenständige Stadt wäre Brooklyn die viertgrößte im Lande.)

Auch wenn die Sonne heute unerbittlich war (Luxusproblem!), ist ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge einfach ein Muss. Und kaum waren wir in Brooklyn angekommen, ging es auch schon los mit dem Manhattan-Bashing: „It’s always better and cheaper in Brooklyn“ ruft uns der Mann zu, der Wasserflaschen für $1 verkauft. Zugegeben, das ist günstig — war aber auch schon auf der anderen Seite zum gleichen Preis zu haben.

Schatten gab’s erst wieder am Rathaus. Von dort sind wir zur Brooklyn Heights Promenade, genossen erst den Blick auf die Skyline (das allein ist schon Grund genug, mal von Manhattan wegzukommen) und danach ein Eis.

Dann zum Prospect Park (von den Machern vom Central Park), wo Jungs Baseball spielten und Männer in Dreadlocks Drachen so hoch steigen ließen, dass eine Behinderung der zivilen Luftfahrt nicht auszuschließen war.

Letzter Halt: Coney Island. Ganz im Süden Brooklyns befindet sich dieser Vergnügungspark. Auch das ist New York City. Dort war es zum ersten Mal draußen kälter als in der klimatisierten U-Bahn. Der Atlantik macht sich bemerkbar.

Die Größe der Station ließ uns erahnen, wie voll es hier im Sommer sein muss. Muss man mal gesehen haben, aber auch hier werde ich keine Achterbahn fahren.

45 Minuten mit der U-Bahn später und Manhattan hatte uns wieder. Und wie: Ein Tag in Brooklyn lässt einen schnell vergessen, wie wuselig es hier ist. Noch schnell zwei Burrito gekauft und ab damit ins Hotel.

{ 2 comments }

Chinatown

Der Tag startete (ausnahmsweise) mit einem Weckerklingeln. Schließlich hatten wir vor zwei Tagen eine Tour durch die NBC-Studios gebucht. Ein schnelles Frühstück auf die Hand und los ging’s.

Die Tour war super spannend, auch wenn man nicht viel vom amerikanischen Fernsehen kennt. Wir waren in mehreren Original-Studios, haben einige Geheimnisse des Fernsehens verraten bekommen und und und. Nur einen echten Star haben wir nicht getroffen…

Da wir abends noch etwas vor hatten, ließen wir es nach der Tour ruhiger angehen. Ein ausgiebiges Schmökern (und Kaufen) bei Barnes & Noble, gefolgt von einem gemütlichen Bummel durch Chinatown.

Dank unseres tollen Reiseführers probierten wir viele (nicht immer leckere) Sachen: Bubble Tea (was zum Henker war da drin?), Sponge Cake & Almond Cookie und zu guter Letzt Dumplings (lecker!!!).

Und was machten wir abends? Wir nahmen ein Taxi zu Pier 80, von dort die Fähre nach Weehawken, NJ, und dann zu Fuß zum Chart House, ein exklusives Restaurant mit einem atemberaubenden Blick auf New York’s Skyline! Die Sicht war zwar ein wenig getrübt vom Nebel, aber der Anblick trotzdem überwältigend. Und geschmeckt hat es auch noch…

20110426-195831.jpg

{ 4 comments }

Sonnenbrand

Wir begannen den Tag mit einem Frühstück im Hard Rock Café. Das Buffet war typisch amerikanisch, aber nicht überwältigend. Das Café am Times Square ist im Kellergeschoss und damit sehr dunkel.

Die Planung für diesen Tag schlossen wir beim Frühstück ab und entschieden uns für Washington Heights und die Upper West Side.

Das war eine gute Wahl, weil sie einem die Gegensätze der Stadt vor Augen führt: Vom hektischen Times Square und Fifth Avenue zur eher kleinstädtischen Idylle und verfallenen Mietskasernen.

Erste Station: Das Dyckman Farmhouse, ein über 200 Jahre altes Bauernhaus aus der Zeit, als der Norden von Manhattan noch landwirtschaftlich genutzt wurde. Das angeschlossene Museum war leider nicht offen.

Weiter zum Fort Tryont Park mit the Cloisters. Diese Klosteranlage beherbergt eine Mittelalter-Ausstellung und gehört zum Metropolitan Museum of Art. Die Eintrittskarte gilt für beide, aber nur am selben Tag, und im Met waren wir gestern. The Cloisters haben wir uns also gespart.

Zurück zur Metro und ein Stück weiter Richtung Downtown. Riverside Park mit einem Mausoleum für Ulysses S. Grant, General zur Zeit des Bürgerkriegs. (Dieser Teil der amerikanischen Geschichte verfolgt mich ja nun schon seit Richmond 1998.) Ganz sehenswert.

Von dort ging es zum Campus der Columbia University, der verkehrsberuhigt ist. Die Uni-Bibliothek ist in einem wunderschönen Gebäude untergebracht. Der Campus lädt geradezu ein, ein Päuschen zu machen und Leute zu beobachten.

Dann machten wir uns auf Richtung Central Park und nahmen auf dem Weg noch die Cathedral of St. John the Divine mit (größte gotische Kathedrale der Welt). Tipp: Seele baumeln lassen im Central Park geht am besten, wenn man einen Salat und zwei Flaschen Limonade mitnimmt!

Und das war noch längst nicht alles: das Schwulenviertel in Greenwich Village rund um Christopher Street haben wir unsicher gemacht, im Hudson River Park nochmal Leute beobachtet, die Bleecker Street angefeuert, das neue Little Italy zu werden und den Washington Square überquert.

20110424-222905.jpg

Und dann sollte es der krönende Abschluss des Tages werden: auf dem Empire State Building den Einbruch der Nacht miterleben. Das Wetter hatte es den ganzen Tag gut mit uns gemeint, und die Schlange war auch eher kurz. Was kann da noch schiefgehen?

Wie sich herausstellte, eine ganze Menge! Die Schlange draußen war kurz. Aber nicht die Schlange drinnen. Und auch nicht die hinter der Security, für die Tickets. Und auch nicht die hinter dem Verkauf, für die Express-Fahrstühle. Und auch nicht die hinter den Express-Fahrstühlen im 80. Stock, für die Fahrstühle in den 86. Wir sind die 6 Geschosse dann gelaufen.

Als wir oben ankamen, regnete es wie aus Kübeln.

Zum Glück hatten wir noch ein Upgrade für den 102. Stock gekauft. Dort war weniger los und es war trockener, weil man drinnen bleibt.

Letztendlich haben wir ordentlich was gesehen und auch Fotos gemacht, also halb so wild! Sonst hätten wir ja auch nichts zu erzählen gehabt…

{ 3 comments }

Museum-Hopping

Regen, Regen und nochmals Regen – das war die Aussicht heute morgen. Ein halbherziger Versuch, in Richtung Union Square Farmer Market zu gehen, gaben wir auf halber Strecke auf. Und fuhren stattdessen zum Museum of the City of New York. Leider war vieles aufgrund von Renovierungen nicht zugänglich, aber ein toller Film über die Geschichte der Stadt und eine Klasse Fotoausstellung entschädigten vollkommen.

Danach ging’s zum Guggenheim-Museum. Dank unseres New York Passes konnten wir ohne Wartezeit rein, schauten uns die witzige Architektur an und waren auch schon wieder draußen. Puh, was für ein Gedränge!!!

20110423-215017.jpg

Da es mittlerweile nicht mehr regnete, gingen wir zum East River zur Gracie Mansion, der Residenz von New Yorks Bürgermeister. Nur der jetzige wollte lieber in seiner alten Wohnung bleiben (was wir nicht verstehen können).

Unsere letzte Station heute war das Met – das Metropolitan Museum of Art. WOW! Was für ein tolles Museum. Riesig, vielseitig, einfach beeindruckend! Pflichtprogramm für jeden Besucher von New York.

20110423-215032.jpg

{ 0 comments }

Über den Wolken(kratzern)

Nach einer unruhigen, teils schlaflosen Nacht mussten wir uns zunächst einmal stärken. Das taten wir auch ausgiebig und lecker im Così Café. Da das Wetter vielversprechend aussah, gingen wir gleich zum Empire State Building, ließen uns durch die lange Schlange jedoch abschrecken und fuhren stattdessen mit der Subway zum Rockefeller Center (entgegen aller Gerüchte ist es echt einfach sich im U-Bahn-System zurecht zu finden – vielleicht aber auch nur für uns Großstädter?!).

Nachdem wir unsere New York Pässe das erste Mal eingesetzt hatten, blieb uns noch etwas Zeit bis zur Erklimmung des Top of the Rock. Diese nutzten wir, um den berühmten Skating Rink an- und den Leuten darauf und drum herum zuzuschauen. Und dann ab nach oben (Decke des Fahrstuhls ist aus Glas) und nur noch eins: Aussicht genießen!!!

20110422-222027.jpg

Danach schlenderten wir die Fifth Avenue bis zum Central Park (kurzer Zwischenstopp in der St. Patrick’s Cathedral). Hier besuchten wir den Apple Store – von außen unscheinbar, aber innen geschäftig wie ein Bienenstock mit mindestens 100 Mitarbeitern!!!

Der Central Park ist wirklich eine wahre Oase! Der Verkehr und die Geschäftigkeit sind komplett vergessen! Bis auf Höhe der Strawberry Fields sind wir heute gekommen, bevor wir die Subway zur Grand Central Station zurück nahmen. Was ein beeindruckender Bannhof! Da waren wir aber schon so fußlahm, dass wir erst einmal bei Starbucks eine lange Pause einlegten.

Schließlich rafften wir uns noch zum UNO-Gebäude auf (wenig spektakulär, wir müssen mal eine Tour mitmachen…), um dann quer durch Manhattan zum Times Square zu fahren. Unser Plan äthiopisch zu essen, wurde uns leider verwehrt, aber dafür gab es lecker Thai-Essen. Der hell erleuchtete (und wie immer wahnsinnig volle) Times Square war das abschließende Highlight heute.

Fazit: viel und irgendwie doch wenig gesehen, lahme Füße bekommen und bereits einige Souvenirs erstanden!

20110422-222121.jpg

{ 3 comments }

Start unserer Hochzeitsreise

Die Vorfreude war riesig und heute war endlich der Tag X gekommen – wir fliegen also nach NYC! Nachdem uns der Online-Check-In am Vortag verwehrt geblieben war (Delta, warum nur so kompliziert und nutzerunfreundlich???) und auch der Check-In am Automaten fast nicht funktioniert hätte, spuckte der Automat doch noch zwei Bordkarten aus… Unsere Pässe wurden schon in Deutschland gefühlt 10x überprüft und ein mulmiges Gefühl bleibt dabei immer. Denn nur weil man an Bord ist, heißt das noch lange nicht, dass man auch in die USA einreisen darf…

Der Flug zog sich lang hin – die Filme waren so lala, die Luft kalt und wir hundemüde. Erst die letzten beiden Stunden gingen (sprichwörtlich) wie im Flug vorbei. Die Einreise war kein Problem: die Wartezeit hielt sich in Grenzen und der Beamte war sehr nett und zum Smalltalk aufgelegt. Sehr sympathisch!

Und dann ging es los: rein ins Taxi und ab nach Manhattan. Die Fahrzeit konnte – abhängig vom Verkehr – 25 Minuten bis 2,5 Stunden dauern. Wir brauchten 1 Stunde – ausreichend, um zu wissen, dass wir nie in NYC Auto fahren wollen! Unser Zimmer ist klein, nein sehr klein. Wir hatten mehr erwartet, aber es reicht und ist sauber und ordentlich.

20110421-195148.jpg

Und dann los: ab zum Times Square, um unsere New York Passes abzuholen. Also immer dem Broadway folgen. Klappte alles super und das Abholen der Pässe war kein Problem! Aber es waren Himmel und Menschen unterwegs – zuviel für unsere müden Geister! Daher haben uns noch einen leckeren Burger eingeworfen (The Counter – Create your own Burger) und sind dann zurück ins Hotel. Nur noch ein bisschen Fernsehen und dann schlafen, schlafen, schlafen. Alles weitere können wir morgen erleben!

{ 4 comments }